Die Villa – Taschenbuchausgabe

Die Villa von Reinhold Neven Du Mont - TaschenbuchausgabeAls ich kürzlich von einer längeren Reise zurückkam, fand ich bei der Post eine Karte von einem Freund und Schriftstellerkollegen, über die ich mich sehr gefreut habe. Er schrieb: „Lieber Reinhold, ich lese und lese in Deinem so glänzend geschriebenen Roman. Warum hast Du nicht früher angefangen, Bücher zu schreiben? Ich freue mich, lese U. vor und U. liest mir vor: So sind wir mit Dir auf Reisen. Herzlichen Dank! Dein T.“

Schriftsteller verfolgen üblicherweise die Arbeiten der anderen mit argwöhnischer Neugier. Sie warten darauf, dass ihre eigenen Texte gelobt werden, manche sind geradezu süchtig nach Lob, sehen aber in den Büchern anderer Autoren eher die Konkurrenz. Dass sie sich so spontan äußern und so herzlich bedanken wie T., kommt selten vor.

T. und U. lesen vermutlich die Taschenbuchausgabe der „Villa“. Sie ist vor einem Monat bei dtv erschienen und wird, wie ich aus München höre, vom Buchhandel recht gut bestellt. Das Taschenbuch sieht gut aus. Man hat für den Einband das Motiv der bei C. H. Beck erschienen Hardcover-Ausgabe in einem Ausschnitt übernommen: den Kopf einer fröhlich lachenden Frau im Halbprofil. Der Schutzumschlag hat großen Anklang gefunden, ich habe mich schnell mit ihm angefreundet, obwohl ich mir die Elisabeth in meinem Roman zwar ebenso reizvoll, aber etwas strenger vorstelle. – Mit € 9,90 ist die Taschenbuchausgabe erschwinglich.

Auf der Rückseite zitiert die dtv-Ausgabe aus zwei Rezensionen der „Villa“: „Reinhold Neven Du Mont erzählt eine dichte, geheimnisvolle Familiengeschichte aus der Perspektive eines schüchternen und sensiblen Außenseiters.“, schrieb Sabine Zaplin in der „Süddeutschen Zeitung“. Und Edelgard Abenstein im „Deutschlandradio Kultur“: „Ein prall-buntes Zeitpanorama von vor dem Ersten Weltkrieg bis in die Fünfziger Jahre.“