Der Maskensammler, 5. Teil: 75 . Geburtstag

C. H. Beck hat die Nachricht, dass der Autor von „Der Maskensammler“ Geburtstag hat, über seinen Presseverteiler verbreitet. Zahlreiche Artikel, teils kurze Erwähnungen, teils ausführliche Würdigungen meiner Zeit als Verleger von Kiepenheuer & Witsch erschienen zum 12. November in Zeitungen und Zeitschriften. Dpa ergänzte, dass ich den Tag selbst im engstem Familienkreis in Marokko verbringen würde. Zu lesen war unter anderem wieder ein Ausspruch von mir aus einem vor Jahren gegebenen Interview: „Bücher riechen gut.“

Besonders gefreut haben mich Artikel, aber auch Gratulationsbriefe, in denen von meiner schriftstellerischen Tätigkeit die Rede war. Mit vielen positiven Erinnerungen, aber auch mit einem Quantum Stolz denke ich an die Zeit von 1963 bis 2001 bei Kiepenheuer & Witsch zurück. Ich hätte mir keinen schöneren und mich besser ausfüllenden Beruf vorstellen können. Aber dann, vor zehn Jahren, kam der freiwillige Wechsel „von der einen Seite des Tisches auf die andere“; vom Stuhl des Verlegers auf den Stuhl des Autors.

Dass dieser Wechsel Schriftstellerkollegen wie Uwe Timm, Herbert Rosendorfer oder Dieter Wellershoff, dass ihn Literaturkritiker und Feuilletonredakteure, Buchhändler und Buchhändlerinnen mit wohlwollendem Interesse verfolgen, erfüllt mich mit Genugtuung und ist für mich Ansporn, über einen dritten Roman nachzudenken. „Das Buch als Konstante des Lebens“, war ein Artikel überschrieben. Das ist zutreffend.

Viel Zuspruch, viel Lob für den „Maskensammler“ habe ich auch von Freunden und alten Bekannten erhalten. Dafür bin ich dankbar. Ebenfalls für die Glückwünsche von Politikern: Allen voran der Bundespräsident, der Präsident des Deutschen Bundestages, Professor Norbert Lammert, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, der Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. h. c. Nikolaus Schneider, der Hörfunkdirektor des WDR, Wolfgang Schmitz, der Oberbürgermeister meiner Heimatstadt Köln, Jürgen Roters, und viele andere mehr.

Am 24. November kam es in Köln zu einem Ereignis der besonderen Art. Es lasen drei Autoren in der Mayerschen Buchhandlung aus ihren neuen Romanen. Nun ist der Auftritt von mehreren Autoren an einem Abend nichts Ungewöhnliches, so zum Beispiel bei den langen Nächten der Literatur, die das Kölner Literaturhaus regelmäßig veranstaltet. Dass aber die auf einem Podest nebeneinander Sitzenden einer Familie angehören, eng verwandt sind, ist meines Wissens ohne Beispiel. Mein Bruder Alfred las aus seinem Roman „Die Rückkehr des Vaters“, meine Schwägerin Hedwig aus ihrem Krimi „Backgammon“ und ich aus „Der Maskensammler“. Die Veranstaltung war ausverkauft, die Zuhörer saßen dicht gedrängt. Ich denke, sie kamen auf ihre Kosten.

In der Mayer'schen Buchhandlung